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DEFAULT : Fasten eignet sich nicht zum nachhaltigen abnehmen...
19.01.2018 12:38 ( 433 x gelesen )

Das Gewicht sinkt - das Fett bleibt

Warum Fasten nicht nachhaltig schlank macht...

Für's Fasten mag es Gründe geben, religiöse, historische, traditionelle, und -unter ärztlicher Begleitung- auch gesundheitliche. Nachhaltig abnehmen kann mit Fasten aber nicht gelingen.

Der Körper braucht Energie, um die Lebensfunktionen aufrecht zu erhalten. Wird nicht genügend Energie in Form von Nahrung zugeführt, versetzt das den Körper in eine Stresssituation. Er muß, um die fehlende Energiezufuhr auszugleichen, auf vorhandene Energiereserven zugreifen. Dies sind Zucker, Eiweiß und Körperfett.

Da das Gehirn nur über Zuckerverbrennung versorgt wird und immer Priorität hat, werden beim Fasten als erstes die Zuckervorräte aus Leber und Muskulatur abgebaut. Durch den in dieser Phase hohen Wasserverlust sinkt zwar das Gewicht, das Körperfett aber bleibt erhalten. 

Nach spätestens 48 Stunden Fasten sind die Zuckervorräte meist aufgebraucht und der Stoffwechsel geht dazu über, den für das Gehirn benötigten Zucker aus Eiweiß zu gewinnen. Er verstoffwechselt hierzu Eiweiß aus der Muskulatur. Die Muskeln schwinden, was wiederum die Kilos purzeln läßt. Das Körperfett bleibt aber noch immer weitgehend unangetastet.

Erst wenn gar nichts mehr anderes übrig bleibt, wird, um die Muskulatur nicht gänzlich zu zerstören, auf die Fettreserven zugegriffen. Als Zuckerersatz für das Gehirn werden nun aus Fettsäuren Ketonkörper gebildet. So können nach 14 Tagen Fasten bei 80 Kilo Ausgangsgewicht zwar bis zu 7 Kilo reduziert werden, hiervon entfallen aber 4 bis 5 Kilo auf den Wasserverlust, ca. 1 Kilo auf den Verlust an Muskulatur und höchstens ca. 2 Kilo auf Körperfett.

Auch kann und wird niemand lebenslang Fasten, zumal vor längerem Fasten ohne ärztliche Begleitung schon wegen der Gefahr schwerer gesundheitlicher Schäden dringend abzuraten ist. Was passiert danach?

Der Kalorienverbrauch hat sich an die ungenügende Kalorienzufuhr angepasst und wurde drastisch heruntergefahren. Auch der Grundumsatz hat sich in Folge des Muskelabbaus verringert. Beides führt nach Beendigung des Fastens zwangsläufig zum "Jo-Jo-Effekt" und das alte Gewicht wird meist schnell wieder erreicht oder gar übertroffen.

Fazit:

Der Gewichtsverlust beim Fasten resultiert weit überwiegend aus Wasser und Muskulatur und nur zu einem geringen Teil aus Körperfett, das durch den nach dem Fasten eintretenden "Jo-Jo-Effekt" auch schnell wieder aufgebaut wird.
 

Fasten macht nicht schlank...
 

Machen Sie's richtig:

Nachhaltig abnehmen ist nur über eine alltagstaugliche Umstellung der Ernährung möglich, die dauerhaft beibehalten werden kann. Lassen Sie Ihren Kalorienverbrauch und Ihre Zucker- bzw. Fettverbrennung in unserem Therapiezentrum Freiburg messen. Die Messung erfolgt über eine Atemgasanalyse (indirekte Kalorimetrie), einem Verfahren aus der Sportmedizin. Die Meßergebnisse ermöglichen auf das Stoffwechselverhalten abgestimmte Ernährungspläne, die einerseits das für die Gewichtsreduktion individuell notwendige Energiedefizit sicherstellen und andererseits noch immer genügend Zuckerverbrennung zulassen, um einen übermäßigen Abbau von Muskulatur zu verhindern.

Gerne erläutern wir Ihnen Ablauf und Inhalte unserer Stoffwechseltherapien in einer kostenfreien Erstbratung.


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